Warum Stille wichtig ist

Heutzutage ist Stille ein seltenes Gut geworden. In unserer modernen Welt ist die Balance von Stille und Aktion grösstenteils aus den Fugen geraten. Aktivität dominiert unser Leben. Und nur zu oft regiert der blinde Aktionismus. Wir leben quasi in einer Daueranspannung, die für unsere physische und psychische Gesundheit schädlich sein kann.

Wenn Stille und Aktion nicht im Gleichgewicht sind, erleben wir dies als innere Spannung und Stress. Stille ist ein äusserst wichtiger Zustand, um unseren aktiven Lebensstil in ein ausgewogenes Gleichgewicht zu bringen. Stille bildet die Basis all unseres Tuns.

Wir haben vergessen, wie erholsam, entspannend und beruhigend Stille für uns sein kann. Weshalb ist dies so?

Aktivität und Geräusche bedeuten Ablenkung. Beides schützt uns vor unangenehmem Nachdenken und Grübeln. Es verhindert, dass störende Gedanken und Gefühle an die Oberfläche kommen und wir uns damit auseinandersetzen müssen.

Aber wirklich still wird es in uns drinnen erst, wenn die wirren Gedanken und Bilder zur Ruhe kommen können – wenn es uns gelingt, unser Gedankenkarussell zu stoppen.

 

Stille Uebersicht

Wussten Sie, dass Ruhephasen unser Gehirn regenerieren und vor stressbedingten Krankheiten schützen?

4 überzeugende Gründe für das Suchen von Stille:

  1. Stille regeneriert unser Gehirn
    Bei täglicher Stille (z.B. Meditation oder Yoga) können sich neue Zellen in der Gehirnregion des Hippocampus bilden. Also in dem Bereich, der für unser Gedächtnis, unsere Lernfähigkeit und Gefühle zuständig ist. Das fanden Wissenschaftler in einer Studie heraus.

  2. Stille reduziert Stress
    Durch Geräusche (im Aussen und Innen!), die eine potenzielle Gefahr darstellen, werden Stresshormone Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Unser Körper befindet sich somit in Alarmbereitschaft (Kampf oder Flucht), welche Stress auslöst. Stille wiederum reduziert nachweislich unsere Anspannung und trägt zu Wohlbefinden bei.

  3. Stille fördert die Gesundheit
    Lärmbelästigung ist laut einer Lärmwirkungsstudie der WHO eine der grössten Gesundheitsgefahren. Wer sich regelmässige stille Ruhepausen gönnt, verhindert stressbedingte Krankheiten und Beschwerden (Verdauungsstörungen, Rückenschmerzen, Schlafprobleme etc.).

  4. Stille schafft innere Ruhe
    Unser Alltag fordert unausweichlich unsere akustische Aufmerksamkeit. Die Folge: Wir fühlen uns geistig müde und haben Konzentrationsschwierigkeiten. Wem es gelingt, durch regelmässige Ruhephasen diese äusseren Reize auszuklammern (z.B. durch Meditation), dem fällt es leichter, sich selbst zu reflektieren und neue Ideen zu entwickeln.
    Wie dies einfach im Alltag umsetzbar ist? Hier ein wertvoller Tipp eines buddhistischen Mönchs...


Übrigens - Stille ist keineswegs mit Leere oder Langeweile gleichzusetzen! Dies erkannten schon folgende beiden Persönlichkeiten:

«Wenn alles still ist, geschieht am meisten.»
Søren Kirkegaard (Dänischer Philosoph, 1813 – 1855)

 «Die grössten Ereignisse, das sind nicht unsere lautesten, sondern unsere stillsten Stunden.»
Friedrich Nietzsche (Deutscher Dichter, 1844 – 1900)

 

Wenn wir bewusst nach Stille suchen und sie auch zulassen können, werden wir reich belohnt.

 

Herzlich,

Ihre
Gabriela Heller

 


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Tags: Meditation, Stille, Stressreduktion

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